Informationen - Kroatien - Adria - Insel Krk - Baska
Kroatien das Land der tausend Inseln und doch ist jede Insel von Kroatien anders. Wenige sind besiedelt, aber alle haben sie ihren besonderen Reiz, dabei hat jede Insel ihre eigene Geschichte und zugleich aber auch ihr eigenes Schicksal.
Ist es nicht menschlich, eine Schwäche zu haben? Gute Kenner der kroatischen Inseln haben tausende Schwächen.
Genauer gesagt: 1185, denn so viele große und kleine Inseln und Riffe gibt es, die der 1777 Kilometer langen Festlandküste des Adriatischen Meeres vorgelagert sind.
Nachfolgend ein paar Angaben über die Adria:
Ebbe und Flut
In der Adria haben die Gezeiten relativ kleine Schwankungen. Im südlichen Teil beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut selten über 40 Zentimeter, während er im nördlichen Teil etwas höher ist. In Istrien und in der Triester Bucht kann er bis zu einem Meter erreichen.
In einzelnen engen Golfen und Buchten kann die Flut jedoch während eines lang anhaltenden Südwindes erheblich ansteigen. Diese Erscheinung ist für die großen und tiefen Buchten der Südadria charakteristisch. Die Gezeiten sind unterschiedlicher Natur, das heißt, dass sie bei Neu- und Vollmond dem halbtägigen Rhythmus, und während des ersten und des letzten Mondviertels dem täglichen Rhythmus folgen. Die Schwankungen von Ebbe und Flut sind sehr unregelmäßig. Meeresströmungen entstehen unter Einfluss der Winde, der Druck- und Temperaturunterschiede sowie des unterschiedlichen Salzgehalts.
Die Meerestiefen
An der Küste von Istrien ist die Adria am seichtesten, hier beträgt die Meerestiefe meistens nicht einmal 50 Meter. Der Meeresboden senkt sich erst ab Pula langsam ab und bildet nun eine lange, enge Senke. "Jabucka kotlina", so wird dieses Becken auch genannt und sich von der Insel Zirje in Richtung Italien erstreckt. Ca. 240 Meter mißt hier die tiefste Stelle. Von diesem Becken aus, erhebt sich nun der Meeresboden wieder bis zur "Schwelle von Palagruza", hier ist der tiefste Punkt bei ca. 130 Meter. In Richtung Süden fällt der Meeresboden nun steil in Richtung des Südadriatischen Beckens ab. 1300 Meter wurden hier an der tiefsten Stelle gemessenen.
Der Salzgehalt
Die Gesamtmenge von Salz, die in einem Kilogramm Meerwasser enthalten ist, wird Salzgehalt genannt und gewöhnlich in Gramm oder in Promille ausgedrückt. Der Salzgehalt der Adria beträgt durchschnittlich 38,3 Promille, d.h. in 1 Kg Wasser sind 38,3 Gramm Salz enthalten. Im nördlichen Teil der Adria ist der Salzgehalt etwas geringer als im mittleren oder südlichen Teil, hier mündet der Fluß Po in die Adria und bringt viel Süßwasser aus dem Landesinneren mit.
Die Strömungen
Hinsichtlich der Richtung können sie horizontal oder vertikal verlaufen. Es gibt auch Tiefseeströmungen, die als Folge der Bewegung der Wassermassen aus wärmeren in kältere Gebiete auftreten, wobei sich die obere Wasserschicht abkühlt und in Richtung Meeresgrund absinkt. In der Adria sind Meeresströmungen relativ schwach ausgeprägt. Die Geschwindigkeit der Strömungen ändert sich in bestimmten Gebieten und hängt auch von den Jahreszeit ab. Die mittlere Geschwindigkeit der Strömungen beträgt ca 0,5 Knoten, die Geschwindigkeit kann aber auch bis zu 4 Knoten erreichen.
Die Meerestemperatur
Die Adria weist eine ausgeprägte jährliche Änderung der Oberflächentemperatur aus. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 11 °C. Im Winter ist das Meer natürlich am kältesten, und die Oberflächentemperatur beträgt ca. 7 °C, sehr selten sinkt die Temperatur jedoch noch weiter ab. Im Frühling fängt das Meer wieder an sich zu erwärmen und die Oberflächentemperatur steigt bis 18 °C. Im Sommer, wenn die Erwärmung am stärksten ist, steigt die Temperatur an der Meeresoberfläche auf 22 bis zu 25 °C und in der südlichen Adria und in Istrien bis 27 °C. In der Adria kann man Termoklinen, d.h. Grenzflächen zwischen dem warmen Oberflächenwasser und kaltem Tiefenwasser, sehr gut unterscheiden. Die Termoklinen sind am deutlichsten im Sommer zu beobachten, während es im Winter zur Erscheinung der Isothermie kommt, bzw. des Temperaturausgleichs zwischen dem Oberflächen- und Tiefenwasser. Im Sommer kann man die erste Termokline in einer Tiefe von 3 bis 5 Metern beobachten, die nächste bei 12 Metern. Dann folgt ein Sprung auf 18 Meter, während unterhalb von 30 Metern die Temperatur während des ganzen Jahres im großen und ganzen konstant bleibt.
Die Wellenbewegungen
Wellen enstehen in der Adria meistens in erster Linie als Folge der Windstärke. Je größer die Reichweite, bzw. je größer die Fläche ist, über die der Wind bläst, desto größer und höher werden auch die Wellen. Ihre Stärke hängt von der Gestalt der Küste ab und dementsprechend davon, wie die Küste ihnen ausgesetzt ist. Auf diese Weise wird die Vermengung der oberen Meeresschicht mit dem Wasser aus der Tiefe ermöglicht, und es erfolgt ein Austausch der Gase zwischen der Atmosphäre und dem Meer. Wir unterscheiden Berg und Tal bei einer Welle. Die Länge einer Welle ist die Entfernung zwischen zwei Tälern. Die normale Wellenhöhe in der Adria liegt zwischen 0,5 und 1,5 Metern. Wellen über 5 Meter Höhe sind sehr selten.