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Geschichte der Insel Krk

Kopf des HomerDie ersten bekannten Siedler waren die Japoden, die zum Stamm der Illyrer gehörten. Aus diesem Zeitraum stammt der heutige Name der Insel, dessen Wurzeln in der illyrischen Bezeichnung Kurik liegen.

Der griechische Dichter Homer erwähnt in seiner Ilias Koureten, von denen einige annehmen, dass es sich dabei um die Einwohner der Insel Krk handelt. In welchem Zusammenhang die Zauberin Kirke aus der griechischen Mythologie (verwandelte in der Odyssee die Gefährten des Odysseus in Schweine und wohnte auf der benachbarten Insel Lošinj, griech. Aiaia) mit der Insel Krk steht, ist umstritten. Antike Schriftsteller nannten die Insel Kyriktike, Kurikta, Kurikon, K(u)R(y)K(ta), oder Kuryeta, bei den Römern hieß sie wegen ihres Naturreichtums Insula aurea („goldene Insel“), die Stadt Krk nannte sich stolz Splendidissima civitas Curictarum („Strahlendste Stadt der Krker“).

Während des römischen Bürgerkrieges war die Bucht der Insel Schauplatz eines Seegefechtes zwischen den Truppen von Caesar und Pompeius.

In der Nähe von Njivice befinden sich noch heute Ruinen der römischen Siedlung Fulfinium.

Die Illyrer wurden später von den Liburnern verdrängt, die ausgezeichnete Schiffbauer und Seeleute waren, und dieses Können für ihre Zwecke nutzten. Von ihnen wurden gute Beziehungen im gesamten Mittelmeerraum aufgebaut, wobei es zu Kontakten mit griechischen Händlern kam.

Die Liburner nutzen die günstige Lage der Stadt und der Insel für sich, da die Bernsteinstraße vom Baltikum in Richtung Mittelmeer durch diese Gegend führte.

Auch die griechischen Handelswege vom Schwarzen Meer in Richtung der nördlichen Adria konnten von hier aus sehr gut kontrolliert werden. In dieser Zeit hatte sich die Stadt Krk aber noch nicht als Zentrum der Insel entwickelt.

Seitdem war die Insel im Laufe der Jahrhunderte vorwiegend von verschiedenen Besatzungsmächten okkupiert, namentlich den Römern, Venezianern, Ungarn, Österreichern, Franzosen und Italienern.
1919 kam Krk zusammen mit dem übrigen Kroatien zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, welches 1929 im Königreich Jugoslawien aufging.

Krk war in seiner Geschichte eines der Zentren der kroatischen Kultur. Eines der bedeutendsten Schriftzeugnisse der kroatischen Sprache ist die Tafel von Baška aus dem Jahr 1100. Diese in der romanischen St.-Lucija-Kapelle nahe der Ortschaft Baška entdeckte beschriftete Steinplatte trägt eine Inschrift in glagolitischer Schrift. Beschrieben wird die Souveränität des kroatischen Königs Zvonimir I. als Stifter der Kapelle.

Das in der Geschichte Kroatiens sehr bedeutende Adelsgeschlecht der Frankopanen wurde ursprünglich auf der Insel Krk in den Fürstenstand erhoben.

Weil die Insel Jahrhunderte lang zur Republik Venedig gehörte, wurde in Teilen der Insel bis ins 19. Jahrhundert Vegliotisch gesprochen, ein eigenständiges Idiom, welches eine Varietät der dalmatischen Sprache darstellte.

 

 

 
 
 
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